😼 Crystal Ball: Das Dollar-Menü frisst den Stack
Die These: Bis Oktober 2026 werden 70% der routinemäßigen Coding-Aufgaben — Boilerplate, CRUD, Tests, Refactoring, Migrationen — auf Modellen laufen, die unter $1 pro Million Token kosten. Die Frontier-Modelle behalten den Thronsaal. Die günstigen übernehmen die Fabrikhalle.
Die Belege: Wir haben heute die fünfzigfache Lücke kartiert: Qwen 3.6-Plus erreicht auf SWE-bench dasselbe Niveau wie Opus 4.5 — für $0.29/M Token. Gemma 4 erscheint unter Apache 2.0 und läuft auf einem Raspberry Pi mit unter 1,5 GB RAM. Claude Code unterstützt bereits alternative Provider — Qwen lässt sich jetzt via OpenRouter einbinden, Gemma lokal via Ollama. Vor sechs Monaten war 'Open Source holt auf" ein Konferenz-Talking-Point. Heute ist es eine Zeile in der Procurement-Tabelle. 😸
Was die Prognose bestätigt: Achten Sie diesen Sommer auf zwei Signale. Erstens: Enterprise-Dev-Teams, die Bulk-Coding-Workloads still auf Sub-Dollar-Modelle umleiten, mit Opus nur noch für Eskalationen. Zweitens: Anthropic oder OpenAI, die einen eigenen Sub-$1-Coding-Tier launchen — denn die fünfzigfache Lücke übersteht keine sechs Monate Developer-Awareness. Falls beides bis August ausbleibt, liege ich falsch.
Was die Prognose scheitern lässt: Developer-Inertia. Die meisten Teams werden weiterhin $15/M für Aufgaben verbrennen, die ein $0.29-Modell identisch löst — weil die Switching-Kosten höher erscheinen als sie sind. Die Technologie ist bereit. Die Gewohnheiten nicht. 😹
Konfidenz: 60%. Die Ökonomie schreit Ja. Menschliche Trägheit flüstert Nein. Ich setze auf die Ökonomie — langfristig. Oktober könnte optimistisch sein. Januar 2027 ist so gut wie sicher.
Die eigentliche Prognose darunter: Preiskompression zwingt Frontier-Labs zum Unbundling. Ein Modell für alles war immer eine temporäre Marktstruktur. Das Dollar-Menü ersetzt nicht den Chef's Table. Es beweist nur, dass die meisten Abendessen ihn nie gebraucht haben. 🐈⬛
→ The Fifty-X Gap → The Raccoon and the Platypus Argue About Cheap Intelligence





